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Dies entspricht einer Abnahme um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr
Während das erste Halbjahr stabil verlief und der Richtpreis das ganze Jahr auf 82 Rappen gehalten werden konnte, verschärfte sich die Lage in der zweiten Jahreshälfte. Die Ankündigung von US-Zöllen, der starke Franken, hohe Butterlager, der Veredelungsverkehr, der Käsefreihandel, steigende Milchmengen sowie ein verändertes internationales Preisniveau führten zu einer äusserst ungünstigen Marktkonstellation.
Als Reaktion beschloss die BO Milch im September hohe Exportmengen an Rahm und Butter. Dennoch machten die anhaltend hohen Milchmengen die Einführung von C-Milch per 1. Januar 2026 sowie eine Anpassung des A-Richtpreises auf 78 Rappen per 1. Februar 2026 notwendig. Im Bewusstsein, dass diese Entwicklung temporär ist und langfristig eine Milchknappheit droht, haben die Produzenten diesen schwierigen Entscheid der Branche mitgetragen.
Ein positives Signal auf politischer Ebene war die Annahme der Motion zur «Stärkung der Milch im Grasland Schweiz» von beiden Räten angenommen. Diese wird nun an den Bundesrat überwiesen mit dem Auftrag zur Umsetzung – ein wichtiger Schritt im Hinblick auf die AP2030+. Boris Beuret engagierte sich auch 2025 aktiv in der Begleitgruppe zur AP2030+ und vertrat die Interessen der Milch-Branche.
Im Zentrum stehen dabei verlässliche Rahmenbedingungen: ein gestärkter Grenzschutz durch eine höhere Verkäsungszulage, die Reduktion des Veredelungsverkehrs zugunsten Schweizer Milchrohstoffe sowie eine konsequente Verteidigung der Swissness im Inland.
Auch die Bundesfinanzen forderten grossen Einsatz. Dank vereinten Kräften konnten einschneidende Kürzungen im Budget 2026 verhindert werden. Die Diskussionen um das Entlastungspaket 27 gehen weiter und reichen bis ins Jahr 2026 hinein.
Klar positioniert und sich der Nein-Allianz angeschlossen hat sich die SMP zudem gegen die «Ernährungsinitiative», die einen höheren Selbstversorgungsgrad durch eine stärkere Ausrichtung auf pflanzliche Ernährung fordert.
Der Konsum von Milch und Milchprodukten entwickelte sich positiv. Besonders junge, gesundheitsbewusste Konsument:innen setzen wieder vermehrt auf natürliche, regionale und nachhaltige Produkte. Milch erlebt ein Comeback und behauptet ihren Platz in einer ausgewogenen Ernährung.
Unser Basismarketing hat auch 2025 mit wirkungsvollen Kampagnen überzeugt und die Milch an zahlreichen Events einer breiten Öffentlichkeit nähergebracht. Ein Höhepunkt waren die erstmals in der Schweiz durchgeführten World Cheese Awards, gekrönt von einem Schweizer Weltmeistertitel – beste Werbung für das Milch- und Käseland Schweiz.
Nachhaltigkeit blieb ein zentrales Thema. So stand das Milchforum ganz im Zeichen dieses Schwerpunkts. Zudem beschäftigten wir uns intensiv mit der Auswertung und Kommunikation der Resultate des Selbstchecks Lebensqualität. Dieser zeigte das Spannungsfeld zwischen Berufsstolz, hoher Belastung und Zukunftssorgen auf.
Die Milchbranche beteiligt sich zudem aktiv am Klimabündnis Lebensmittel, das die IG Detailhandel im Sommer ins Leben gerufen hat. Diese Allianz der wichtigsten Akteure der Schweizer Lebensmittelbranche will wirksame branchenübergreifende Massnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen umzusetzen, ohne die inländische Produktion zu schwächen. Wir vermissen allerdings daraus klare und nachhaltige Entscheide für die Zukunft.
Mit Sorge verfolgen wir die Entwicklungen rund um PFAS. Die SMP setzt sich mit Nachdruck dafür ein, dass Betroffene nicht allein gelassen werden. Zudem beschäftigten Tierseuchen wie die Blauzungenkrankheit oder die Lumpy Skin Disease die Branche. Wir informierten unsere Produzent:innen proaktiv und bleiben aufmerksam.
Im Februar 2025 durften wir Micaël Müller als Leiter Sortenkäse, Innovation und Bildung in der Geschäftsleitung begrüssen. Im Sommer verabschiedeten wir Pierre-André Pittet in den wohlverdienten Ruhestand.
Im Rahmen der 2024 verabschiedeten Strategie beschäftigt sich seit Anfang 2025 eine Arbeitsgruppe mit dem Thema Organisationsentwicklung. Ziel ist eine attraktive, zukunftsfähige Organisation. Dazu gehört auch der gezielte Einsatz künstlicher Intelligenz. Wir investieren bewusst in dieses Thema, um effizient und wirkungsvoll zu arbeiten.
Unser zentrales Anliegen war und bleibt, uns nach Kräften für die Milchproduzent:innen in der Schweiz einzusetzen und Verantwortung zu übernehmen.
Liebe Milchproduzent:innen, wir danken Ihnen herzlich für Ihr Vertrauen und Ihre Unterstützung im Jahr 2025.
Boris Beuret
Präsident Schweizer Milchproduzenten SMP
Stephan Hagenbuch
Direktor Schweizer Milchproduzenten SMP
Dies entspricht einer Abnahme um 2,2 % gegenüber dem Vorjahr
Dies entspricht einer Zunahme um 2,8 % gegenüber dem Vorjahr.
Rund 30 % der Milch stammt von Betrieben mit silofreier Fütterung.
Dies entspricht einer Veränderung um –0.5 % gegenüber dem Vorjahr.
Im Schnitt haben die Milchproduzenten im Jahr 2025 76 Rappen pro Kilogramm Milch erhalten.
Rund 55 % der Milch geht in die industrielle Verarbeitung.
Die Milchproduktion (inkl. Fleisch) trägt rund 30 % zum landwirtschaftlichen Produktionswert bei und ist damit der grösste Produktionssektor.
Inklusive Sömmerungsflächen sind 80 % der landwirtschaftlich genutzten Flächen der Schweiz Grasland: ideal für Wiederkäuer, die das Gras in Milch und Fleisch veredeln können.
Anzahl Mitglieder: 3753
Milchmenge: ca. 739 000 t
Gründungsjahr: 2006
milchbauern.ch
Anzahl Mitglieder: 2706
Milchmenge: ca. 528 000 t
Gründungsjahr: 1907
zmp.ch
Anzahl Mitglieder: 1967
Milchmenge: ca. 266 000 t
Gründungsjahr: 2013
aaremilch.ch
Anzahl Mitglieder: 1682
Milchmenge: ca. 354 000 t
Gründungsjahr: 2018*
mittelland-milch.ch
* aus drei PMOs BEMO, MIMO und ZeNoOs
Anzahl Mitglieder: 1118
Milchmenge: ca. 354 000 t
Gründungsjahr: 1905
mibabasel.ch
Anzahl Mitglieder: 661
Milchmenge: ca. 216 000 t
Gründungsjahr: 1897
milchthurgau.ch
Anzahl Mitglieder: 864
Milchmenge: ca. 94 000 t
Gründungsjahr: 2023
bernercremomilch.ch
Anzahl Mitglieder: 1077
Milchmenge: ca. 345 000 t
Gründungsjahr: 1915
fsfl.ch
Anzahl Mitglieder: 891
Milchmenge: ca. 200 000 t
Gründungsjahr: 2008
prolait.ch
Anzahl Mitglieder: 80
Milchmenge: ca. 34 000 t
Gründungsjahr: 1911
lrgg.ch
Anzahl Mitglieder: 486
Milchmenge: ca. 35 000 t
Gründungsjahr: 1919
flv.ch
Anzahl Mitglieder: 135
Milchmenge: ca. 14 000 t
Gründungsjahr: 1916
Anzahl Mitglieder: 3753
Milchmenge: ca. 739 000 t
Gründungsjahr: 2006
milchbauern.ch
Anzahl Mitglieder: 2706
Milchmenge: ca. 528 000 t
Gründungsjahr: 1907
zmp.ch
Anzahl Mitglieder: 1967
Milchmenge: ca. 266 000 t
Gründungsjahr: 2013
aaremilch.ch
Anzahl Mitglieder: 1682
Milchmenge: ca. 354 000 t
Gründungsjahr: 2018*
mittelland-milch.ch
* aus drei PMOs BEMO, MIMO und ZeNoOs
Anzahl Mitglieder: 1118
Milchmenge: ca. 354 000 t
Gründungsjahr: 1905
mibabasel.ch
Anzahl Mitglieder: 661
Milchmenge: ca. 216 000 t
Gründungsjahr: 1897
milchthurgau.ch
Anzahl Mitglieder: 864
Milchmenge: ca. 94 000 t
Gründungsjahr: 2023
bernercremomilch.ch
Anzahl Mitglieder: 1077
Milchmenge: ca. 345 000 t
Gründungsjahr: 1915
fsfl.ch
Anzahl Mitglieder: 891
Milchmenge: ca. 200 000 t
Gründungsjahr: 2008
prolait.ch
Anzahl Mitglieder: 80
Milchmenge: ca. 34 000 t
Gründungsjahr: 1911
lrgg.ch
Anzahl Mitglieder: 486
Milchmenge: ca. 35 000 t
Gründungsjahr: 1919
flv.ch
Anzahl Mitglieder: 135
Milchmenge: ca. 14 000 t
Gründungsjahr: 1916